Im Fernsehen läuft die jüngste Folge der coolen US-Serie, am Tablet blinken Bilder und Videos von der Facebook-App, am Handy muss jetzt gleich die neue WhatsApp-Nachricht gelesen werden, im Radio verkünden die Nachrichten Unheilvolles und am Computerbildschirm schiebt sich ein überdimensionierter Werbe-Banner ins Blickfeld, der plötzlich komische Töne von sich gibt. Wie kann da noch Aufmerksamkeit gewonnen werden?

Die Informationen, die im Sekundentakt über uns hereinbrechen, führen zu einer Übersättigung, deren Ausmaß wir oft erst nach dem Abschalten aller Kanäle erkennen – sofern sie sich überhaupt abschalten lassen.

Noch lauter zu schreien als die anderen und immer aufdringlicher um die Gunst der Stunde zu werben, scheint da der einfachste Weg zu sein. Wer aber mit dem Bulldozer in die Privatsphäre seiner Zielgruppen eindringt, könnte mehr zerstören als gewinnen. Erfolg versprechender ist es da nach Ansicht von Kommunikationsexperten, zunächst einen genauen Plan zu haben: Über welche Kanäle erreiche ich eine exakt definierte Zielgruppe zur richtigen Zeit und mit den richtigen Inhalten? Gleichzeitig zur steigenden Mediennutzung ist nämlich auch die Gefahr gestiegen, rasch das Interesse an den dargestellten Informationen zu verlieren; so wie von Werbespots im Fernsehen weggezappt werden kann, können Informationen auf digitalen Plattformen einfach weggeklickt werden.

Qualität ist daher die zweite wichtige Komponente, wenn es um die Aufmerksamkeit für Botschaften geht: Relevante, interessante und aktuelle Inhalte werden gerne angesehen, gelesen und auch kommentiert. Das hunderttausendste Video mit lustigen Kindern, Katzen und Klobrillen mag für eine millionstel Sekunde interessant sein, verschwindet dann aber im Spülgang des Kurzzeitgedächtnisses. Wer sich aber die Mühe macht, sich wirklich für die Bedürfnisse und Ansprüche seiner Zielgruppe zu interessieren, liefert qualitativ wertvolle Informationen und sichert sich damit ununterbrochene Aufmerksamkeit.