Die Selbständigkeit birgt oft zwei große Herausforderung: man muss mit sich alleine kreative und produktive Ideen entwickeln und es stellt sich die Frage nach dem richtigen Ort, um dies zu tun. Eine Antwort auf beides bieten die beliebten und inzwischen zahlreichen wie vielfältigen Coworking Spaces – auch in Wien.

Sie sind heute nicht mehr nur Orte der Arbeit, sondern auch Orte der Inspiration, des Lernens, der Begegnung, der unerwarteten Möglichkeiten. Coworking Spaces boomen. Selbständige, Kreative, wie auch Start-up-Gründer und Studenten nützen die Synergien der Gemeinschaftsbüros. Wir haben uns umgesehen.

Ganz großes Kino bietet eines der ältesten Büros, das Yurp (www.yurp-coworking.com) in Wien 14. Seit über zehn Jahren teilen sich hier Unternehmer verschiedenster Genres im ehemaligen Baumgartner Grand Bio-Theater Büroräumlichkeiten mit cineastischer Vergangenheit mit Holzbalkons in luftiger Höhe, kreativen Arbeitsinseln plus gemütlichem kleinen Vorgarten. Preis auf Anfrage.

Eine bekannte Marke und Hotspot für Start-up-Gründer mit Fokus auf Nachhaltigkeit ist The Hub (vienna.impacthub.net) in Wien 7 mit den Masterminds Matthias Reisinger und Alexis Eremia. Es ist Teil des global aktiven Impact Hub mit weltweit rund 11.000 Mitgliedern. Erst im Mai 2015 wurde das Kreativzentrum, das neben hellen, hippen, wie verspielten und behaglichen Räumlichkeiten nahezu täglich Events, Vorträge und Workshops für seine Mieter anbietet, von 400 auf 1.200 Quadratmeter Fläche erweitert. Preis: 20 Euro nur Mitgliedschaft, 35 Euro/10 Stunden/Monat bis 120 Euro für 50 Stunden/Monat, 250 Euro/Monat.

Sektor 5 (www.sektor5.at), 2010 gegründet, sieht sich als mehr denn ein Coworking Space: „we are a community of entrepreneurs“ und bringt damit die Gemeinschaftsidee auf den Punkt. Hier tummeln sich viele Expatriats, Internationalität wird groß geschrieben und Frauen werden auf ihrem Weg besonders unterstützt. Preis: 15 Euro/Tag und 170 Euro im Monat.

Neno Offices (www.workyourway.com), hoch über dem Café Ritter und mit einer noblen „Executive Suite“ am Tuchlauben, versteht sich als schicke Alternative, jenseits von Start-up-Romantik mit flexibel gestalteten Arbeitsräumen nach dem Motto „work your way“. Die Atmosphäre in Wien 5 wirkt ein wenig steriler als anderswo. Preis: 250 Euro für 50 Stunden/Monat und 800 Euro für 200 Stunden/Monat; eigener Desk: 342 Euro/Monat.

Der Coworking Space Salzburg (http://coworkingsalzburg.com) von Romy Siegl existiert seit 2012 und hat als USP die umtriebige Gründerin, die überzeugt ist, „the do what you love revolution started here“ und vor Ideen sprüht. 2014 fand ein erstes Coworking Camp in der Türkei statt, heuer wird es Coworker in die Alpen ziehen, außerdem will Siegl in Kürze „Cowork und Baby“ mit Kinderbetreuung bieten. Preis: 25 Euro/Tag, 215 Euro für zehn Tickets, 309 Euro/Monat.

Wer das gute alte Kaffeehaus vorzieht, aber eben doch den Coworking Charakter spüren will, sogar ohne Kaffee zu konsumieren, ist im ersten Coworking Café in Wien bei Wolfgang Bretschko richtig, ehemals Styria-Boss, heute „Unternehmer aus Leidenschaft, Coach und Consultant“. Er lädt seit Anfang des Jahres ins Cocoquadrat (www.cocoquadrat.com) in Wien 4. Preis: 2,50 Euro/Stunde, abgerechnet wird je Minute, für Poweruser wird es billiger.

Regus (www.regus.at) lädt „in die Welt des besseren Arbeitens“ und wendet sich an Business-Menschen, die gerne die Perspektive wechseln, aber auch mit sich alleine gut klar kommen. So gibt es in dem internationalen Netzwerk an 3.000 Standorten in 120 Ländern weltweit mit der Businessworld-Karte Zutritt – in Wien gibt es 15 Business Lounges, in Graz und Salzburg je eine.

Es gibt aber auch den neuen coolen Cospace (http://www.co-space.net/) mit diversen Standorten, der bewusst auf ein „buntes“ Coworking setzt, bei dem auch Platz für Pop-ups, Gastro, Vereine und Kulturprojekte ist. Fein ist das künstlerisch und designlastige LOffice (http://wien.lofficecoworking.com/) mit Büros in Wien und Budapest, der grüne wie kreative Rochuspark (http://www.rochuspark.at/Home/), als Schmiede erbaut, heute Schmiede für Ideen und Kreativität, das Stockwerk (http://www.stockwerk.co.at), „Viennas finest Coworking Space“. Schau vorbei im Glücksraum (www.gluecksraum.at), Health Lounge und Coworking Space, bei funkensprung coworking (http://www.funkensprung.com/coworking/) oder im technologisch-kreativen Metalab (https://metalab.at/).

Sharedspaces (www.sharedspaces.at) indessen versteht sich als übergeordnete Plattform, wo jene, die nach Gemeinschaftsbüros suchen nicht nur die ganze Palette der Coworking Spaces, sondern auch Galerien oder Popup Stores recherchieren können. Mit dieser Vielzahl alternativer Möglichkeiten macht die Selbständigkeit Spaß und es lässt sich wunderbar gemeinsam arbeiten und Ideen entwickeln.