Mehr als neun Stunden waren Reisende Ende des 19. Jahrhunderts unterwegs, wenn sie von Wien nach Salzburg mit der Bahn reisen wollten. Heute sind es etwas mehr als zwei Stunden und ständig wird an einer weiteren Reduzierung der Fahrtzeit gearbeitet. Der Vergleich zwischen den Hochgeschwindigkeitszügen, die heute durch Europa düsen, und den Dampfeisenbahnen von anno dazumal erinnert frappant an die Entwicklung der Marktkommunikation in den vergangenen Jahren.

Die handelnden Akteure müssen heute rasch agieren und reagieren, wenn sie die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten wollen. Zudem werden Trends in immer kürzeren Abständen geboren. Es ist aber gar nicht so einfach, dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen: Einerseits müssen die relevanten Zielgruppen genau im richtigen Moment mit den passenden Informationen versorgt werden, andererseits müssen Profis auch langfristig den Überblick behalten, um nicht nur von einer Gelegenheit zur anderen getrieben zu werden.

Die Nutzung der geeigneten Tools – beispielsweise zur Medienbeobachtung, zur Marktanalyse und zum Auffinden relevanter Kontakte – wird in diesem Zusammenhang immer wichtiger: Die Zeiten, in denen nach den notwendigen Informationen – etwa hinsichtlich der Mediennutzung – mühsam geschürft werden musste, sind zum Glück vorbei: Mit Hilfe von Datenbanken lassen sich genaue Analysen in kurzer Zeit erstellen. Das ist auch notwendig, denn das Nutzungsverhalten ändert sich genauso schnell wie neue Angebote entstehen. Denken wir nur an „Instant Articles“ von Facebook, junge Plattformen wie Snapchat oder die insgesamt steigende Bedeutung von Social Media für die Zwei-Wege-Kommunikation.

Wird es noch rascher gehen? Ja, sicher – sowohl in der Kommunikation als auch bei den Eisenbahnen. Der japanische Hochgeschwindigkeitszug Maglev schaffte vor kurzem im Test mehr als 600 km/h. Wer hätte noch vor wenigen Jahren gedacht, dass Züge eine solche Geschwindigkeit schaffen können? Genauso rasant geht es mit der Entwicklung der Marktkommunikation voran.