Text alleine reicht nicht mehr, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erreichen. Deshalb braucht es multimediale Konzepte.

Smartphone, Tablet, Tageszeitung, Magazin, Radio, Fernsehen – beinahe ununterbrochen prasseln Informationen aus unterschiedlichen Kanälen auf uns ein. Für die Sender von Botschaften wird es daher schwieriger, die Aufmerksamkeit der (gewünschten) Empfänger zu erhalten. Immer lauter, immer schriller, immer bunter zu werden, ist allerdings nicht die richtige Antwort auf die Frage, wie man heute noch seine Zielgruppe erreicht. Qualität und Aktualität bleiben zwei Kriterien, die von großer Bedeutung sind. Sehr wohl ist es indes notwendig, auf der gesamten Klaviatur der Informationsvermittlung zu spielen: Texte alleine schaffen es in den meisten Fällen nicht mehr, für Interesse zu sorgen. Multimediales Publizieren lautet daher das Schlagwort der Stunde, und dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren verstärken. Bilder, Töne, Videos und interaktive Elemente bereichern die Informationen und fesseln Leser, Zuseher und Nutzer.

Für das Publizieren bedeutet das eine Umstellung, aber nicht unbedingt einen großen Mehraufwand: Technische Lösungen ermöglichen heute das plattformübergreifende Veröffentlichen und das Einbinden multimedialer Elemente mit wenigen Handgriffen, oder besser gesagt: mit wenigen Klicks. Der Text wird dadurch keineswegs unverzichtbar, denn nur mit Bildern und Videos alleine können wertvolle Informationen nicht transportiert werden. Im Gegenteil: Gut geschriebene, spannende Texte sind nach wie vor das Um und Auf für Medien, Werbung und PR. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Elemente ermöglicht ganz neues Storytelling, bei dem inhaltliche Tiefe und visuelle Attraktivität einander ergänzen. Infografiken, die aktuelle Entwicklungen etwa in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anschaulich machen, sind dafür das beste Beispiel.

Was bedeutet das für die Akteure in Medien und Werbung? Sie müssen einerseits ständig auf dem Laufenden bleiben, was die gestalterischen und technischen Möglichkeiten betrifft – dabei helfen entsprechende Ausbildungsangebote. Andererseits braucht es vor allem eines: Offenheit gegenüber der multimedialen Zukunft der Information.