Der Mobile World Congress (https://www.mobileworldcongress.com/) fand auch heuer in Barcelona statt und er zeigte vor allem zwei Trends auf: einerseits bewegen wir uns mit schnellen Schritten in Richtung virtuelle Realität und andererseits könnte das Smartphone in naher Zukunft den Laptop ablösen, ja zum Laptop werden.

Warum? Die Leistung der heutigen Smartphones entspricht der von gängigen Laptops. Nun sollen die Mobiltelefone deren Aufgaben übernehmen. Hewlett Packard treibt die Idee mit dem Sechs-Zoll-Smartphone eliteX3 auf die Spitze. Als Betriebssystem wird Windows 10 Mobile von Microsoft verwendet. Das Gerät bietet so statt der mobilen eine Desktop-Oberfläche und macht Smartphones, wohlgemerkt in Zukunft, zu dem was heute Laptops sind.

Ein Highlight des Kongresses war heuer die Rede von Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer verfolgt ein großes Ziel: er will mehr Menschen ins Internet bringen. Vier Milliarden hätten keinen Zugang zum Internet, kritisierte er in seiner Rede. So plane er 2016 einen Satelliten ins All schießen, der den Menschen des afrikanischen Kontinents einen Internetzugang ermöglicht. Mehr Menschen im Netz, heißt klarerweise mehr Menschen auf Facebook.

Schließlich offenbarte Zuckerberg, dass er mit der koreanischen Firma Samsung in Sachen Virtual Reality zusammenarbeiten werde. Der junge Unternehmer hält das Eintauchen in 360-Grad Videos, das aktuell meist nur mit einer überdimensionalen unförmigen Brille möglich ist, nicht für Spielerei, sondern eine Idee mit Zukunft und Breitenwirkung. Nicht ohne Grund hat er das führende Virtual Reality Unternehmen Oculus 2014 um zwei Milliarden Dollar gekauft und will verstärkt 360-Grad-Videos auf Facebook verbreiten.

Die Südkoreaner bieten, so auf der Messe zu sehen, die moderne Kombi aus Smartphone mit Brille zum Einstecken, Startpreis leistbare 100 Euro. Samsungs Vorteil – alle Geräte und deren technische Inhalte sind selbst produziert. Außerdem präsentierte Samsung die neuen Smartphones aus der S-Serie – das S7 und das S7 Edge – sexy, wasserdicht, mit Schlitz für die Speicherkarte – eben an Kundenwünsche angepasst.

Ebenso vorgestellt wurde das neueste Funknetz. 2020 soll es bereits einen neuen Standard geben: das 5G-Netz. Das neue Netz soll mehr Daten in kürzerer Zeit transportieren, schneller reagieren und weniger Strom verbrauchen. Immerhin soll die Datenmenge in den Mobilfunknetzen 2020 etwa das Achtfache der heutigen Menge betragen. Die Zeit zwischen dem Anwählen einer Internetseite bis zum Erscheinen auf dem Bildschirm beträgt im 4G-Netz bis zu 20 Millisekunden, bei 5G soll sie unter einer Millisekunde liegen. Die Zukunft und ihre neuen Errungenschaften kann kommen.