Masse statt Klasse – junge Unternehmen brauchen Kreativität bei der Vermarktung ihrer Innovation.

Wie komme ich bloß in die Zeitung? Wie schaffe ich es, dass sich die richtigen und wichtigen Leute für mein Unternehmen und meine neuen Produkte interessieren? Solche Fragen stellen sich Gründerinnen und Gründer sehr oft. Mangels großer Budgets ist es den Start-Ups nämlich nicht möglich, Pressearbeit im Stil der Konzerne oder großer Organisationen zu machen; Events wie Pressekonferenzen gehen ins Geld und können daher – falls überhaupt – nur in größeren Abständen durchgeführt werden. Die gute Nachricht: Geld alleine ist nicht der wichtigste Faktor, um bei Medien und in weiterer Folge bei einer größeren Zielgruppe Aufmerksamkeit zu erregen. Es kommt schließlich nicht darauf an, wie viele Personen man erreicht, sondern welche Personen angesprochen werden. Was nützen Rundmails an hunderte, ja tausende Empfänger, wenn die Nachricht an der falschen Adresse landet: In der Wirtschaftsredaktion wird man sich kaum für ein Beauty-Produkt interessieren, in der Sportredaktion nicht für eine neue Finanzdienstleistung.

Eine gute Recherche in Sachen Medienkontakte ist somit unverzichtbar, damit nicht wertvolle Ressourcen verschwendet werden. Die entsprechenden Datenbanken bieten hier wertvolle Hilfe und können auch von Start-Ups, die generell noch wenig Erfahrung im Umgang mit Journalisten und Medien haben, bedient werden. Sind die passenden Kontakte erst mal identifiziert, raten Experten zu einem unverkrampften, ehrlichen Umgang mit den Medien. Junge Unternehmen, die auf sympathische Weise über sich erzählen sind im Vorteil gegenüber jenen, die den Journalisten akkurat vorschreiben wollen, was berichtet wird und auf kritische Berichte allzu sensibel reagieren. Schließlich kann eine Berichterstattung auch ein guter Test sein, wie die eigenen Leistungen wahrgenommen und beurteilt werden. Potenzielle Käufer sind sicher ebenso kritisch wie die Medien.

Eine Möglichkeit für Start-Ups, sich selbst bekannter zu machen, ist zudem die Kommunikation über Soziale Medien – diese wiederum können genutzt werden, um wertvolle Netzwerke aufzubauen. Via Facebook, Twitter & Co. kann recht leicht herausgefunden werden, wer sich wofür interessiert.