Mehr als drei Viertel aller österreichischen Unternehmen nutzen bereits Social Media bei ihrer Kommunikation nach außen; mehr als die Hälfte der Betriebe hat in den vergangenen beiden Jahren ihre Aktivitäten in diesem Bereich verstärkt. Und es sind vor allem die großen, die auf Facebook, Twitter, Instagram und ähnliche Plattformen nicht mehr verzichten wollen.

Nachholbedarf haben vor allem kleinere Unternehmen, dabei ist der sinnvolle Einsatz von Social Media in der Marktkommunikation keineswegs an eine bestimmte Branche, Größe oder Ausrichtung gebunden – im Gegenteil: Hier treffen sich die unterschiedlichen Akteure auf einer Ebene.

Wie schon der Name sagt: Bei Social Media haben wir es mit Systemen zu tun, die das Soziale, das Zwischenmenschliche berücksichtigen, selbst wenn bisweilen die technologische Komponente zu überwiegen scheint – dabei sollte sich die IT in den Sinn der menschlichen Kommunikation stellen, nicht umgekehrt. Hier den Spagat zwischen dem technisch Machbaren und dem individuell Sinnvollen zu schaffen, ist gar nicht so einfach. Die Analyse der Wünsche und des Verhaltens der angesprochenen Personen(gruppen) ist ebenso notwendig wie eine Kommunikation in beiden Richtungen.

Ein gewisses Selbstbewusstsein kann dabei nicht schaden. Wer nämlich ausschließlich reagiert statt zu agieren, wird zum Spielball der Meinungen und Strömungen – eine Gefahr, die speziell beim Aufbau neuer und bei der Stärkung bestehender Marken nicht zu unterschätzen ist. Experten sind sich daher einig: Eine integrierte Kommunikationskampagne ist heute zwar ohne Social Media undenkbar, andererseits aber deutlich mehr als ein paar flott formulierte Facebook-Postings oder das Vorbereiten von Notfallplänen aus Angst vor einem Shitstorm. Hingegen sind ein bewusster Umgang mit allen Kanälen und das Wissen um deren jeweiligen Stärken die Grundlagen langfristiger Erfolge.