Das neue vierstöckige Headquarter von Vice CEE in Wiens City ist stylish – weiße Wände, Vice-Posters, Ledercouch. Die Einrichtung ist reduziert mit Akzenten: Ritterrüstungen stehen neben jagdnahen Gegenständen und Vintagemöbeln. Die Vice-Gruppe ist in Österreich 2002 mit der Agentur SuperFi gestartet, 2007 kam Vice hinzu, 2014 übernahm der aufstrebende Ableger des kanadischen Medienkonzerns die Agentur Digital Affairs. Der Umsatz liegt im „gut achtstelligen“ Bereich, im Krisenjahr 2015 wurde ein „Rekordergebnis eingefahren“, „2016 wird noch besser“, macht Geschäftsführer Stefan Häckel gleich Stimmung.

„Wir sind immer auf der Suche nach der guten Geschichte“, kommt er auf das Kerngeschäft zu sprechen und dreht an seinem auffälligen silbernen Vice-Ring, „es geht um Content auch in der Markenkommunikation. Wir erreichen mit unseren eigenen und den von uns vermarkteten Plattformen eine wertvolle Zielgruppe“. Das Vice-Publikum, das, wie Häckel versichert, überall auf der Welt gleich tickt, ist jung im Kopf, interessiert an neuer Musik, Kultur und Design, Internet-Aficionado, gönnt sich vier Mal wöchentlich einen Drink und liebt technische Gadgets.

110 engagierte Mitarbeiter, Altersschnitt 27 Jahre, sitzen im Haus und arbeiten an contentstarken Kampagnen für Unternehmen wie Heineken, T-Mobile oder Desperados oder trashigen News-Inhalten für das Magazin (Auflage: 26.000 Stück) und die Websites Vice (http://www.vice.com/alps/) (ÖWA Basic, Februar 2016: zwei Millionen Page Impressions und 650.000 Unique Clients), das Food-Portal Munchies (https://munchies.vice.com/de/), die auf Technik spezialisierte Website Motherboard (http://motherboard.vice.com/de) und die Page für Musikaffine Noisey (http://noisey.vice.com/de/). Die Produktion der Inhalte für Redaktion und Werbung, seien es Texte oder Videos, findet bei Vice ohne Trennung statt. „Unser Branded-Content-Team arbeitet nach den gleichen Standards wie die Vice-Redaktion“, sagt Häckel, der jeden Dienstag mit Vice-Gründer Shane Smith und 35 anderen Länderchefs konferiert.

Publiziert werden die Inhalte für Unternehmen dann nicht nur auf den eigenen Sites, Vice vermarktet rund 81 Websites und Blogs und erreicht gesamt zehn Millionen Unique Clients im Monat. Der Großteil des Traffics auf den eigenen Seiten wird über Facebook generiert – 20 bis 30 Postings täglich schießt Chefredakteur Markus Lust mit seinem 16-köpfigen Content-Team hinaus, das vor drei Jahren noch aus zwei Menschen bestand. „2012 waren wir noch die Hipster-Bibel, heute sind wir das nächste MTV“, lacht er.

Damit verrät er auch schon die nächsten Ziele: „2016 wollen wir mit eigenen narrativen Inhalten in Österreich auf die Mattscheibe“, bestätigt Häckel, immerhin wurde international gerade der TV-Kanal Vicelands gelauncht und auf RTL II waren 2015 die ersten „Vice-Reports“ zu sehen. Außerdem wird das eigene Portfolio um die Frauensite Broadly (https://broadly.vice.com/de) und Vice Sports (https://sports.vice.com/en_us) ergänzt. Häckel will auch die Agentur weiter fokussieren, aufs Kerngeschäft, „nicht in Kanälen denken, sondern in Brandstorys. Wir entwerfen die Geschichte und wollen auch den kreativen Lead“, denn produziert wird inhouse. Vice ist ein ehrgeiziges und wachsendes Unternehmen, daran erfreuen sich auch die Mitarbeiter, „weltweit sind wir unter den Top100 beliebtesten Unternehmen“, lacht Häckel. Und die Reise geht weiter.

Vice Alps ist Headquarter für die Schweiz, Tschechien, die Slowakei, Polen und Österreich und gehört zu 76,5 Prozent Vice UK. Je 4,5 Prozent an der österreichischen Holding halten Niko Alm und Christoph Hofer, je 4,25 Prozent Bernhardt Schmidt und David Zuderstorfer; drei Prozent gehören Stefan Häckel und je 1,5 Prozent David Bogner und Katharina Schinkinger.

 Vice (http://www.vice.com/alps/)

Vice Sports (https://sports.vice.com/en_us)

Munchies (https://munchies.vice.com/de/)

Motherboard (http://motherboard.vice.com/de)

Noisey (http://noisey.vice.com/de/)

Broadly (https://broadly.vice.com/de)