Die Grenzen zwischen Journalismus und Blogging verschwimmen, Qualität ist als Kriterium dabei unverzichtbar.

Laut einer Umfrage in Deutschland, durchgeführt von HubSpot und Smart Insights, ist Blogging das wichtigste Instrument im Content Marketing: Unternehmensblogs können auf authentische Weise Informationen liefern, allerdings braucht es dafür nicht nur einen langen Atem, sondern auch Mut. Wer einfach nur Presseaussendungen in seinen Corporate Blog kopiert, wird kaum Interesse erregen. Gerade im Business-to-Business-Bereich werden die Möglichkeiten noch unterschätzt.

Ist Blogging auch Journalismus?

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Generell steht bei Blogs heute die Qualität im Vordergrund: In der Masse der Angebote setzen sich jene Blogs durch, die mit viel Know-How, Engagement und sprachlichem Können gestaltet werden. Immer öfter stellt sich dabei die Frage nach den Unterschieden zwischen Blogging und Journalismus. Einerseits bedrängen Blogger den klassischen Journalismus, da sie offener und unverkrampfter an ihre Sache herangehen können. Andererseits gibt es Zweifel an Qualität und Neutralität der Blogger, denn die teils strengen Kriterien wie im Journalismus – etwa medienrechtliche Vorgaben – kann es in diesem Bereich logischerweise nicht geben. Dabei sind Blogs einfach ein Medium, genauso wie Zeitungen, Magazine und Online-Plattformen Medien sind: Journalistische Texte können hier gleichermaßen stattfinden wie plumpe Meinungsmache, vielschichtige Reportagen sind ebenso möglich wie fachkundige Kommentare. Tatsächlich verschwimmen die Grenzen in der Praxis: Journalisten sind zusätzlich als Blogger aktiv, Blogger arbeiten teilweise wie Journalisten. Es hängt dann eben ganz von der individuellen Herangehensweise und der Ausrichtung ab. So wie es Unternehmensmedien gibt, gibt es Unternehmensblogs oder unabhängige Blogs. Wichtig ist in allen Fällen aber nicht nur Transparenz (Wer schreibt hier was und wozu?) sondern auch Qualität: Langfristig setzen sich nur jene Blogs durch, die qualitative Inhalte liefern – das zeigt sich in der derzeitigen Phase der Entwicklung besonders gut, in der viele Blogs wieder verschwinden und nur die gut gemachten überstehen. Nicht nur in dieser Hinsicht können sich Blogging und Journalismus gegenseitig befruchten. Inwieweit gute Inhalte und gute Umsetzung das Unternehmen stärken können lässt sich an einem Fallbeispiel schön erläutern.Eine der weltweit größten Marketing Agenturen ( Impact Branding & Design) hat die 21 wichtigsten Facts zum Thema Blogging in Unternehmen aufgelistet.  Die Übersicht zeigt, wessen Unternehmen im Bereich Content Marketing auf Blogging verzichtet, nimmt sich nicht nur selbst das Potential zum Big Player zu werden, sondern verzichtet auf Erfolg auf ganzer Linie:

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  • Business blogging is steadily on the rise
  • B2B companies with a blog receive more leads than those that don’t
  • Higher blogging frequency is more effective
  • A B2B blog has tremendous SEO benefits and organic search attracts high-quality leads
  • A company blog has more long-term ROI than traditional marketing efforts

Trends für 2016:

  • Longer blog content tends to perform better in search engines and average word count numbers have increased in the last couple of years
  • Visual content is in higher demand and marketers will be incorporating even more graphics, charts, and photos in their blog content in 2016
  • Paid promotion/distribution for blog content has dramatically increased

So scheint es also für Unternehmen im Bereich Content Marketing von höchster Relevanz, sich dem Thema Blogging zu öffnen.